PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ortsumgehung



PN-Blog
05.05.2013, 09:27
Gestern fand nun in der Shedhalle die Veranstaltung zur Ortsumgehung statt. Das Interesse war sehr groß, die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt (nach Schätzung der Veranstalter ca. 700 Leute). Eine größere Beteiligung der jungen Pößnecker Bevölkerung wäre wünschenswert gewesen.

Die Redner vom Straßenbauamt, von den beteiligten Ingenieurbüros und vom Verwaltungsamt stellten in einem über einstündigen Vortrag die Ergebnisse ihrer Arbeit vor.

Es wurde als erste darauf verwiesen das wir uns im Stadium der Planfeststellung befinden und eine genehmigungsfähige Trasse für die Ortsumgehung gesucht wird. Dieses {de:Planfeststellungsverfahren} ist der zweite Schritt in einem neunstufigen Verfahren um die Ortsumgehung zu planen und zu beschließen.

Desweiteren wurde der zu untersuchende Raum vorgestellt und mir einleuchtend begründet warum dieser nicht größer bzw. anders gelagert ist. In diesem Untersuchungsraum wurde nun versch. Trassen geplant und anschließend bewertet. Die 4 erfolgversprechensten Trassen wurden nun vorgestellt und eine Vorzugstrasse mit einer entsprechenden,mir einleuchtenden, Begründung angegeben.

Die Grund einer Ortsumgehung wurde, mit dem um ca. 60% steigendem Verkehr bis zum Jahr 2020,bis zu 20 000 Fahrzeuge pro Tag, und dem damit folgendem Kollaps der bisherigen {de:B_281} im Bereich des Pößnecker Stadtgebietes ausreichend dargelegt. Einige Beiträge in der späteren Diskussion brachten zwar zum Ausdruck, das angesichts der Rohstoffpreise und der zu erwartenden demographischen Entwicklung, diese Prognose auch deutlich unterschritten werden könnte.

Die gezeigten Pläne sind noch bis zum 19. Januar im Bauamt einsehbar und Kommentare zu diesen Plänen werden in schriftlicher Form bis Ende Januar angenommen. Ob die Pläne auch im Internet zur Verfügung gestellt werden wurde zwar angefragt, allerdings konnten die anwesenden Personen dazu keine abschließende Auskunft geben, da die Unterlagen dem Verwaltungsamt gehören und diese Stelle darüber zu befinden hat.

In der anschließenden Diskussion stellten sich die Vertreter der Behörden nochmal den Fragen und erläuterten ihre Begründungen für den Untersuchungsraum und die gezeigten Trassen noch ein paar mal. Sie sahen sich selbst dabei teilweise persönlichen verbalen Angriffen ausgesetzt, die meiner Meinung nach völlig unbegründet waren.

Mein Fazit :

Die Planer konnten mir ihre Überlegungen verständlich machen und ich konnte sie logisch nachvollziehen. Sicher ist eine solche Straßenplanung in einem Stadtgebiet alles andere als einfach und es wird immer betroffene geben die mit mehr Lärm und Abgasen leben müssen. Dafür wird es an anderen Stellen der Stadt höchstwahrscheinlich Anwohner geben die von einer Ortsumgehung profitieren werden. Diesem schwierigen Abwägungsvorgang sehen sich jetzt der Stadtrat und der Bürgermeister gegenüber.

PN-Blog
05.05.2013, 09:28
zum oben stehenden sehr guten Artikel möchte ich meine Gedanken zur Ortsumgehung PN schildern:

Pößneck braucht eine innerstädtische Entlastung des Kraftfahrtverkehres, das ist wohl unbestritten. Streiten kann man natürlich wo genau diese Umgehung gebaut werden soll oder muss.

Ich bin klar gegen die Pläne oder Wünsche einzellner Bürgerverbände eine Umgehungsstraße zu bauen welche sich kilometerweit von PN entfernt. Hierzu ist zu sagen das es bei so einer Variante zwei zufahrten für PN gibt. einmal in PN-Ost oder Rehmen zum anderen kurz vor Rockendorf (aus Rtg. Saalfeld kommend) Das hätte zur Folge das die Umgehungsstraße zweckentfremdet würde weil sie schlicht weg keiner Benutzen würde. Denn der schnellste und direkteste Weg geht dann nachwievor durch die Orte Rockendorf, Krölpa, Pößneck. Man denke an die ca. 5000 Menschen die allein der Arbeit wegen jeden Tag nach und von PN pendeln, vom Verkehr der Zubringer von GGP, Kaufland und Co mal abgesehen. Diesen Leuten würde eine Umgehungsstraße ohne infrastuckturell vernünftige Anschlüsse an das Stadtzentrum keine Gründe bieten auf ihr zu fahren.
Den Überlegungen die Stadt zu entlasten aber nicht aus dem Atlas zu streichen (was eine große Ortsumgehung mitsich bringen würde)entspricht am ehesten die Variante 4 der Planer.

Anstoß des Streites und der Argumente der betroffenen Bürger ist der Verkehrsknotenpunkt am Lutschgenpark. Dieser Kritikpunkt ist der einzige mit dem ich mit gehe. Dort wo und wie dieser Punkt geplant wurde ist sehr von Nachteil für die Anwohner und den Park. Das Hauptproblem hierbei ist doch eindeutig die gebaute Teilortsumgehung. Diese muß nach Auskunft der Planer mit genutzt werden das die Baukosten dieser Trasse so hoch waren. Dieses Argument kann ich so nicht stehen lassen. Denn ein aus Steuermitteln bezahlter und zestörter Park sowie eine komplizierte und aufwändige Überquerung von Teichrasen und Waldstraße ist auch nicht gerade billig. Aber irgendwo muß die neue Trasse das Wohngebiet Teichrasen/Waldstraße überqueren.
Ich persönlich würde es für erstrebenswert halten einen Knotenpunkt zwisch PN und Rehmen zu bauen, in Anlehnung zum jetzigen Abwzeig auf die Teilortumgehung. Eine Weiterführung könnte dann über die Gartenanlage “Grauberg” weiter Richtung Kompostieranlage Richtung Waldstraße mit Überquerung der Bärenleite folgen. Irgendjemand wird es immer treffen der Einschnitte hinnehmen muß.

Nur, warum sollen die Interessen einzellner Bürger(verbände) wichtiger sein als die der Rockendorfer, Krölpaer und den restlichen Pößneckern. Es geht hier um die Zukunftsfähige Entwicklung eines Mittelzentums und nicht um die Gärten von Meier, Müller und Schulze. Auch wenn ich mich wiederholen sollte, eine großräumige Umfahrung von PN bringt in der Summer mehr Nach- als Vorteile…

PN-Blog
05.05.2013, 09:28
Werter Herr Loppnow,

Ich schaetze Ihre Bemuehungen sehr, uns, den interesssierten Buergern, ein Fazit der Veranstaltung zu geben.

Leider vermisse ich ein paar entscheidende Informationen. Vielleicht koennten Sie so freundlich sein, diese nachzureichen.

Sie sagen zum Beispiel:”Ob die Pläne auch im Internet zur Verfügung gestellt werden wurde zwar angefragt, allerdings konnten die anwesenden Personen dazu keine abschließende Auskunft geben, da die Unterlagen dem Verwaltungsamt gehören und diese Stelle darüber zu befinden hat.”

Ich waere an den Namen der Personen “vom Straßenbauamt, von den beteiligten Ingenieurbüros und vom Verwaltungsamt” interessiert, damit ich mich dort direkt um weitere Informationen erkundigen kann, warum eine Veroeffentlichung ueber das Internet nicht moeglich ist.

Uebrigens um welches Verwaltungsamt handelt es sich (Land, Bund)?

Falls Sie meine Idee ueber eine e-mail Liste von interessierten Buergern in Erwaegung ziehen, um moeglichen “Copyright” Bedenken entgegen zu kommen,lassen Sie mich bitte wissen, welche Informationen Sie brauchen.

Hochachtungsvoll,

Ulrich Weisse

PN-Blog
05.05.2013, 09:29
Ich kann leider ihre Fragen nicht im Detail beantworten, da ich mir die Namen nicht notiert habe.

Im entsprechendem OTZ Artikel werden der Leiter des Straßenbauamtes Ostthüringen Lothar Lüder, der Abteilungsleiter Ulrich Wenzlaff, Sachgebietsleiter Reinhard Deichsel und Michael Giel vom Ingeniuerbüro IPU Erfurt namentlich erwähnt.

Bei dem Verwaltungsamt handelte es sich um das Landesverwaltungsamt Thüringen, das in dieser Sache federführend ist. (So mich meine Erinnerung nicht im Stich läßt.)

PN-Blog
05.05.2013, 09:29
Die von Bürgermeister Modde vorgeschlagene „Tunnel-Variante“ der Umgehung ist gar nicht so weit hergeholt. Auch wir hatten im kleinen Kreis, wenn auch nur in einem heiteren Gespräch, an ein solches Bauwerk gedacht. Mit einem Tunnel, der ja nicht 7 km lang sein muß, könnte man mehrer Fliegen mit einer Klappe schlagen. Kein Lärm, kein Dreck, kein Feinstaub, keine durchquerten Naturgebiete. Problematisch werden wohl die zu veranschlagenden Kosten sein. Selbst die Kostenersparnis der dann nicht mehr benötigten Brücken steht wohl kaum im Verhältnis zu den Kosten eines Tunnels. Trotzdem sollte man diese Variante genau untersuchen und sie konkret in die Planungen mit einbeziehen. Bei so einem Bauvorhaben mit höheren Kosten als die jetzige Vorzugsvariante kann auch mal ein Staat zeigen das ihm der Mensch mehr wert ist als das Geld. Zu realisieren wäre es auf alle Fälle. Ein kleiner Ort namens Schaala hat es vorgemacht…

PN-Blog
05.05.2013, 09:29
Es geht bei der Ortsumgehung Schaala, nicht nur um einen kleinen Ort, der übrigens zu
Rudolstadt gehört, sondern um die Anbindung
an die A 71, für das gesamte Städtedreick Saal.-Rud.-Bad B.. Und vorsicht, eine Tunnelvariant bringt nicht nur Vorteile!