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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stadt lässt das Schützenhaus versiegeln - Neue Hoffnung für Pößneck?



PN-Blog
02.05.2013, 21:03
Am Freitag hat das Ordungsamt der Stadt Pößneck das Schützenhaus amtlich versiegelt. Laut Mitteilungen ist das Gebäude des verstorbenen Nazi-Aktivisten J. Rieger derzeit ohne Mieter und unverschlossen zurückgelassen worden. Mit der Versieglung soll ein Eindringen Fremder in das Haus verhindert und auch der Schutz des immernoch privaten Eigentums gesichert werden.

Am Abend kam es dann zu einer "spontanen" Demo der NPD in Pößneck bei der ca. 60 Menschen teilnahmen. Ihr Weg führte zum Haus des Bürgermeisters um dort lautstark gegen die behördliche Schließung des Schützenhauses zu skandalieren.

Laut Angaben der OTZ ist das Schützenhaus im Inneren recht vermüllten . Auch der äußere Zustand hinterlässt beim Vorbeilaufen einen ernüchternden und miserabelen Eindruck. - Liebe Nazis, man muss sich echt wundern wie ihr mit unserem "deutschen Kulturgut" umgeht. Vielleicht wäre es besser gewesen die 60 Demonstranten hätten mal ein bissl Ordnung in ihrem, entschuldigung, unserem Haus gemacht als sich bei jemandem zu beschweren der nur im Sinne seiner Bürger handelt. Denn es gilt auch hier in Pößneck: NAZIS RAUS!!!

Diese Aussage muss sich in der nächsten Zeit als Realität darstellen, denn der Tod von Rieger hat neue Hoffnungen in Pößneck geweckt das Schützenhaus aus den Fängen der Nazis zu reisen und endlich in Städtischen Besitz zu bringen. Leider ist bis jetzt nicht geklärt ob und wie Rieger das Gebäude "vererbt" hat oder was jetzt mit der englischen Stiftung passiert. Auf Grund des großen öffentlichen Interesses und dem natürlichen Wunsch unserer Bürger das Schützenhaus zur Stadt zu holen bin ich sicher das alles dafür getan wird um dem Spuk endlich ein Ende zu bereiten.

PN-Blog
02.05.2013, 21:03
So weit so gut, die Nazis sind erstmal raus (aus “ihrem” Haus) und stehen buchstäblich im Kalten, oder wie es der von den alten Nazis schon gepeinigte Schriftsteller Wolfgang Borchert in seinem wohl bekanntesten Theaterstück sagte: “draußen vor der Tür”.
Das freut zunächst und es bleibt zu hoffen, dass die vier Kinder Riegers tatsächlich, wie es die Gerüchte besagen, keinen Draht zur rechten Szene noch Gesinnung haben. Denn dann besteht zumindest die Hoffnung einer “rechtsfreien” Nutzung des Gebäudes und dabei ist es mir ERSTMAL egal, in welcher Form.
Einen Gedankmarsch zur Trauerfeier des verstorbenen Anwalts haben dessen Kinder auf jeden Fall verbieten lassen, um die Trauerfeier nicht zu einem politischen Spektabel der Glorifizierung verkommen zu lassen. Man wolle “denen” keine Plattform geben, ihren Vater zu einem Märtyrer zu machen. Auch solle er, so sein ältester Sohn im Interview mit der Hamburger Morgenpost, auf See bestattet werden, um zu verhindern, dass sein Grab zu einer Pilgerstätte der Nazis wird.

Bei all den freudigen Nachrichten bleibt allerdings ein schwarzer (oder soll ich sagen: brauner) Schatten zurück, denn zwar haben die Jungs und Mädels aus dem Spektrum Dumm nun kein solch großes Haus mehr, da sind sie trotzdem noch und das sollte nicht unterschätzt werden.

in diesem Sinne, einen schönen Sonntag euch