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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : meine Kinderwunschgeschichte



Sylvi
28.04.2013, 13:45
Ich habe zwei Töchter, eine ist momentan 11 Jahre und die Kleine ist jetzt vier Jahre alt geworden. Bei der großen verlief alles im Vergleich zur Kleinen relativ reibungslos. Deswegen werde ich über den Weg unserer Kleinsten berichten.

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Ich war zum Zeitpunkt meines zweiten Kinderwunsches 28 Jahre alt ( mit neuem Mann) und dachte mir das es wohl auch schnell klappen wird. Ich setzte die Pille ab und schwups ich war schwanger (der Schwangerschaftstest war schon vor der Fälligkeit der Periode positiv). Die Freunde hielt leider nicht lange an. Die Schwangerschaftssymptome wurden schwächer und es setzten nach ein paar Tagen Blutungen ein. Das war der schlimmste Moment für mich, da ich dachte so etwas passiert doch nur anderen.
Also versuchten wir es weiter und gaben die Hoffnung nicht auf. Nach ein paar Monaten hatte es endlich wieder geklappt und der Test zeigte auch wieder vor der Mens positiv an. Natürlich war ich jetzt vorsichtiger als je zuvor. Aber das nützte nicht viel, da nach einer Woche wieder einmal alles vorbei war. Danach begann ich zu recherchieren, woran es denn liegen könne. Da gab es ja so viele Möglichkeiten, allerdings wird von seitens der Ärzte erst eine Ursachenforschung betrieben, wenn ein dritter Abbort erfolgt ist. Das dauerte bei mir auch nicht lange und ich konnte endlich zur Kinderwunschbehandlung gehen.
Es wurden verschiedene Tests gemacht, HLA Cross Match Testhttp://www.weiberclubblog.commaik.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif, Untersuchung der Schilddrüsenwerte, Untersuchung auf Titer von Autoimmunkrankheiten und eine Spermauntersuchung.
Nach langem Warten bekamen wir die freudige Nachricht das alles in Ordnung sei und die Ursachen woanders liegen müssen. Man empfahl uns eine Insemination und dann sollte es klappen. Ich entschied mich aber dagegen, da ich mir bewusst war das bei uns eine Befruchtung an sich kein Problem war, sondern die Folgeprozesse (Einnistung) gestört sein musste.
In der Zwischenzeit war ich wieder schwanger, dieses mal keine Blutungen und der Schwangerschaftstest war erst sehr spät positv. Erst machte ich mir keine Gedanken. Als ich aber in der 6.Woche auf dem Ultraschallbild keine Fruchthöhle sah, war mir klar das was nicht stimmte. Meine damalige Frauenärztin sah das aber alles noch positiv und machte mir Hoffnungen. In der 8. Woche wieder das Gleiche, immer noch keine Fruchthöhle sichtbar. Da war mir klar das ist eine extrauterine Schwangerschaft (Eileiterschwangerschaft). Meine Ärztin wollte trotzdem noch warten, da sie Eileiter die unbeeinträchtigt befand.
Mein Mann war zu diesem Zeitpunkt schon auf Hundertachtzig, da die Gefahr eigentlich schon offensichtlich war. Es vereinbarte einen Termin in der Uniklinik, in der Hoffnung das die Ärzte dort mehr sehen würden. Kurz war dem Termin bemerkte ich Veränderungen, zuerst recht unscheinbar, aber dann plötzlich besorgniserregend. Erst spürte ich mein rechtes Bein nicht mehr. Nach zwei Stunden wurde ich ohnmächtig und hatte Schmerzen im Unterbauch. Ingesamt verlor ich drei Mal mein Bewusstsein und mein Mann fuhr mich in die Klinik, da garnichts mehr ging. Dort wurde mir offeriert das mein Eileiter geplatzt sei und ich innere Blutungen habe( deswegen die Ohnmachtsanfälle aufgrund der Sepsis). Vorwurfsvoll wurde uns mitgeteilt, warum die Ärtztin den übergroßen Eileiter nicht entdeckt hat und warum sie so lange gewartet hatte. Lange konnten wir darüber nicht diskutieren, ich musste notoperiert werden.
Nach zwei Stunden war alles vorbei und sie haben mein Mädchen aus dem Eileiter geholt. Die Chance für uns lag darin den Embryo genetisch untersuchen zu lassen. Das haben wir gemacht, mit dem Ergebnis das alles in Ordnung sei.
Nun ging die Ursachensuche weiter. Ich wollte mein Blut und das Blut meines Mannes noch einmal genauer untersuchen lassen. Meine damalige Frauenärztin wollte uns aber zur genetischen Beratung schicken, ehe sie etwas anderes veranlasst. Sinnvoll erschien es mir einfach nicht, die Zeit wäre vergeudet gewesen, da genetisch alles in Ordnung war.
(Insgesamt 8 Aborte musste ich bis zu meinem Glück ertragen.)
Ich hatte und habe großes Glück einen tollen Hausarzt zu haben der für mich die ganzen notwendigen Überweisungen ausstellte und so brauchte ich meine Frauenärztin nicht mehr. Nach meine Recherchen befand ich die Kritiken einer Immunbiologin (stammend aus Leipzig)Frau Dr. Reichel-Fentz in Leinfelden (aktuell praktiziert sie in Eppelheim)für sehr gut und bat sie um Hilfe. Ich brauchte noch nicht einmal vorstellig zu werden, durch die große Entfernung kam sie mir entgegen und wickelte alles telefonisch und auf dem Postweg mit mir ab. Mehr als 10 Blutproben (nach einer fernmündlichen Voranalyse) mussten wir an Frau Dr. Reichel-Fentz schicken. Nach ca. 6 Wochen kamen die Ergebnisse und diese wurden mit mir telefonisch erörtert. Erstaunlicherweise wurden auch die Tests wiederholt, welche die Kinderwunschpraxis veranlasst hatte, aber mit einem vollkommen anderen Ergebnis.
Die Schilddrüsenwerte waren nicht optimal eingestellt, ein Selenmangel und ein Protein S Mangel wurde festgestellt, Antikörpertiter für Lupus- Antiphospholipid-Syndrom- autoimmune Schilddrüsenunterfunktion und für eine alte Clamydieninfektion waren erhöht. Sie empfahl mir eine Behandlung mit Antibiotika für 6 Wochen (auch für meinen Mann). Desweiteren L-Thyroxin 100 (bei einer Schwangerschaft stetige Kontrolle und Erhöhung der Dosis) und als Nahrungsergänzungsmittel Selen.

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Dazu niedrig dosiertes Prednisolon (5mg, später bei SS 10 mg) und ab dem Eisprung Utrogest. Zusätzlich noch ASS 100. Bei einer erfolgreichen Schwangerschaftsbestätigung zusätzlich noch Heparin.
Ich suchte mir nun eine neue Frauenärztin, welche mich mit dieser Behandlung unterstützen würde und hatte auch großes Glück an eine tolle Ärztin zu geraten.
Es dauerte nicht lange und die Schwangerschaft stellte sich ein. In der 6. Woche sah ich endlich die Fruchthöhle und wusste das wird klappen, es konnte ja wirklich nur ein Einnistungsproblem sein.
Da durch die viel zu hohen Schilddrüsenwerte meine Gelbkörperproduktion zu niedrig war, meine Immunabwehr zu stark (durch die Autoimmunkrankheiten) und die Thromboseneigung zu hoch, konnte sich bei mir nichts erfolgreich einnisten.
Ich musste über die gesamte Schwangerschaft hinweg diese Medikamente (passend zur Schwangerschaftsperiode dosiert) bis hin zum Wochenbett einnehmen, außer das Prednisolon und das Utrogest(nur im ersten Drittel).
Meine Kleine ist gesund und wohlauf geboren worden.
Ich kann nur jedem Kinderwunschpaar empfehlen nicht aufzugeben und auch einmal andere Wege zu gehen, es lohnt sich.

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