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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Thüringer Wahlkampf im Internet



PN-Blog
05.05.2013, 13:38
Beim Heise Verlag gibt es eine gute Zusammenfassung (http://www.heise.de/newsticker/Mit-Schlips-bei-Twitter-und-Co-Thueringer-Wahlkaempfer-im-Internet--/meldung/135412) (mit Links) zum Wahlkampf in Thüringen im Internet. Alle großen Parteien werden beluchtet und ein paar Wissenschaftler der Uni Jena kommen zu Wort.

PN-Blog
05.05.2013, 13:38
Ich will nicht wirklich deutschen Wahlkampf im Internet erleben. Und wenn ich dann die Umsetzung frei nach dem Motto “Von Barack Obama lernen, heißt siegen lernen” – wie kreativ! – sehe… uhh.

Die Hysterie und Begeisterung, welche die Wahl in den USA weltweit hervorgebracht hat, ist absolut nicht auf Deutschland übertragbar.

Wenn ich hier Wahlsendungen, Internetseiten etc. anschaue, will ich mich erbrechen gehen.

Sicherlich ist eine mediale Inszenierung wie in den USA auch fraglich (mehr Show, weniger Inhalt), aber in Deutschland fehlt einfach ein Obama der die Massen begeistern kann. Das produktive Ergebnis nach der Wahl in Thüringen bzw. der Wahl im September wird sich im Vergleich zu heute nicht ändern. Die Politik bleibt die gleiche, die Versprechen auch, das Ergebnis auch.

Bin ich ein Pessimist? In dieser Hinsicht wahrscheinlich ja. Aber leider haben mir die bisherigen Resultate seitdem ich 18 bin (und nun rechnet mal wie oft wir schon wählen durften :P ) auch irgendwie Recht gegeben.
Im Endeffekt müssen wir alle weiterhin sehen, wie wir unseren Arsch an die Wand bekommen. Twitter, Youtube, Blog, Internetseite hin oder her. Diese neuen Medien werden an der Haltung nichts ändern – und wahrscheinlich machen sich die Politiker im Land eher dadurch zum Deppen, denn ihnen fehlt die mediale Fähigkeit eines Kandidaten in Amerika.
Denn man springt auf diesen “Trend-Zug” auf (hat ja geklappt!), investiert lausige Beträge für qualitativ minderwertige Imagekampagnen (die Summen wie in USA für solche medialen Breitfronten existieren hier nicht) und das Ergebnis wird dadurch nicht beeinflusst.

So nun aber genug.

Viele Grüße :)

PN-Blog
05.05.2013, 13:38
Lieber CW,
ein Pessimist sind Sie dieser Sichtweise wegen bestimmt nicht. Eher ein Realist. Ich bin voll und ganz Ihrer Meinung. Besser hätte ich nicht nörgeln können.
Ich frage mich nur grade noch, ob das Volk einen solchen Möchtegern-Wahlkampf-Hype überhaupt sehen will? Und wenn ja, lässt man dann Schimpf und Schand mit Fokus auf die eigene “Armut” weg, wenn man sich fragt, wer das eigentlich alles bezahlt? Bleiben dann die ewig schuldigen Steuerfresser, besser bekannt als “Hartz Vierer”, einmal aussen vor?

Mehr solcher Kommentare und ich nehme alles zurück, was ich hier je zum Thema Anspruch gesagt habe.

PN-Blog
05.05.2013, 13:39
Hallo!
Danke für das Lob.
Wie bereits geschrieben – ich denk nicht das ein Wahlkampf in D nach dem Vorbild der USA möglich wäre. Dazu sind die beiden Systeme einfach zu unterschiedlich aufgebaut (Stichwort: Wahlkampfspenden) und sich einfach Milliardenbeträge für Wahlkampfzwecke zu entnehmen.

PN-Blog
05.05.2013, 13:39
@na Kuck: Der Artikel hatte den Focus auf dem Wahlkampf im Internet.

Ich empfinde den Wahlkampf im Internet als Bereicherung. Man kann sich einfacher über die Ziele und die Personen informieren.

Wer von euch hat schon einmal ein Wahlprogramm in Papierformat gelesen?

Wenn es die Politiker dann schaffen die direkte Kommunikation mit ihren Wählern zu nutzen dann hat es für alle einen Vorteil.

Das ganze mit dem amerikanischen Wahlkampf zu vergleichen halte ich auch nicht für gut, unsere Demokratie ist nicht so fokussiert auf Personen sondern eher auf Parteien. Aber es ist interessant zu sehen wie aktiv an Demokratie teilgenommen werden kann. Da wird man etwas neidisch hier in Deutschland.

PN-Blog
05.05.2013, 13:39
Ich weiß, dass der Artikel in seinem Bezug auf das Internet anspielt. Allerdings ist dies ja nicht erst seit drei Jahren nutzbar und zugänglich. Und woran orientiert sich also diese Art der “Propaganda”, bzw. wo liegt das Fundament dessen?
Dass der Wahlkampf dem amerikanischen Muster immer ähnlicher wird, sehen wir allerdings auch am Beispiel “Fernsehduell”.
Wahlprogramme hatte ich schon einige in der Hand und nein, nicht, weil ich damit Schindluder zu treiben gedachte, sondern tatsächlich, um sie zu lesen. Und wer diese Art Programm nicht liest, wird das sicher auch nicht im Netz tun, oder irre ich mich da?

PN-Blog
05.05.2013, 13:39
Jaein, sicherlich ist das reine Parteiprogramm im Netz genauso langweilig und schwammig wie in gedruckter Form. Es lassen sich aber Standpunkte und Themen gezielt aufgreifen um sie einer breiten Masse gleichzeitig zu präsentieren.
Ich will damit sagen das mit im Internet seine Themen einfacher präsentieren kann.