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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Seniorenbeirat



PN-Blog
05.05.2013, 11:24
Ich weiß nicht ob es hier zu einer fairen Diskussion kommt, da das Internet hauptsächlich von jungen Menschen genutzt wird, dennoch möchte ich hier den Seniorenbeirat ansprechen.

Das der Vorschlag von der Linken kommt ist wenig überraschend. Ein Seniorenbeirat soll den Pößnecker Stadtrat zur Seite gestellt werden. Rechte und Pflichten werden zur Zeit wohl noch geprüft aber ich bin mir sicher das so etwas kommen wird.

Ich habe nichts dagegen das Wissen und die Erfahrung der Menschen zu nutzen. Ich denke aber das die ältere Generation einen zu großen Einfluß auf den Stadtrat bekommt. Warum kein Juniorenbeirat der sich um die Belange der Jüngeren kümmert? Ein Familienbeirat der sich um Familien kümmert? Im Stadtrat sollten alle Bevölkerungsschichten einer Stadt vertreten sein, auch die ältere Bevölkerung ist dort nicht unterrepräsentiert. Der Stadtrat ist das gewählte Gremium der Pößnecker Bürger, warum einzelne Gruppen bevorzugen?

Ich weiß auch das kein Politiker etwas gegen die ältere Generation sagen kann ohne seine Möglichkeiten auf eine Wiederwahl zu schmälern. Trotzdem verstehe ich es nicht.

PN-Blog
05.05.2013, 11:24
Im Hinblick auf den Demographischen Wandel in unserer Region ist es sinnvoll mehr auf die Bedürfnisse gerade der älteren Menschen einzugehen. Denn die Entwicklung zeigt das der Osten Deutschlands zum Altenheim “verfallen” wird. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand und müssen abgestellt werden. (Das hat auch der Wähler am letzten Sonntag gezeigt ;-) )
Die Idee eines “Seniorenbeirates” ist da keine schlechte. Aber auch ich denke das ein Beirat keine “Politische Macht” bekommen sollte. Vielmehr sehe ich hier den Sinn und Zweck in einem Gremium welches die alltäglichen Probleme der Älteren unter uns aufzeigt. Quasie die Arbeit an der Basis. Ich denke da an Barrierefreiheit, Mobilität, Mehrgenerationenarbeit, usw.

Verstehen kann ich auch deine Gedanken: “Warum kein Juniorenbeirat der sich um die Belange der Jüngeren kümmert? Ein Familienbeirat der sich um Familien kümmert?”

Über diese Fragen sollte sich die Stadt auch Gedanken machen!
Theoretisch ist ja der Stadtrat die Stimme der Bevölkerung. Und zum Glück leistet unser Stadtrat seit den letzten Jahren wieder konstant gute Arbeit. Aber wenn man sich einige Personen anschaut denkt man ja schon man ist in einem Seniorenbeirat. Auch wenn der SR seit dieser Legislatur stark verjüngt daherkommt.

Die Frage bleibt wie gewichtig so ein Berat seinen soll und kann. Finden hier nur Lobbyisten Anklang wie z.B. bei einer BI, oder kommen hier reale Bedürfnisse zur Sprache. Oft lädt der Bürgermeister zu Bürgergesprächen ein. Warum kommen hier keine Leute, warum werden hier keine Sachen angesprochen? Egal aus welcher Altersklasse.

Fazit: So ein Beirat ist gut, sollte aber für alle Altersgruppen eingerichtet werden aber keine Anlaufstellen für Querdenker und Wichtigtuer sein. Meine Erfahrung bei Wahlkampfveranstalltungen zeigt allerdings das sich auch nur die Älteren überdurchschnittlich für Politik interessieren.
Und es zu viele Menschen gibt die immer nur Meckern, aber wenn es ums Ganze geht, um Inhalte, da wissen sie nicht was sie sagen sollen. Meckern ja, mitmachen nein.

PN-Blog
05.05.2013, 11:24
Hallo, der Vollständigkeit halber möchte ich noch einmal daran erinnern, daß wir seit Sommer 2007 ein Pößnecker Bündnis für Familien haben. Sitz der Vereinigung ist das Mehrgenerationenhaus (ehem. Freizeitzentrum). So hat das Bündnis, welches aus Wohlfahrtsverbänden, Unternehmen, Verwaltungen der Region besteht beispielsweise eine ” Stundenkita” in`s Leben gerufen. Da können Kinder mal kurz, stundenweise abgegeben werden, wenn die Eltern einen Termin haben. Für gute Ideen ist das Bündnis immer zu haben, Ansprechpartner dafür ist im Mehrgenerationenhaus Andrea Sykora.

PN-Blog
05.05.2013, 11:24
Auch ich kann mich nicht so richtig mit der Idee des Seniorenbeirates anfreunden…

…einerseits aus der bereits genannten Argumentation heraus, dass dann auch weitere “Beiräte” eine Daseinsberechtigung haben sollten, andererseits aus dem Grunde, dass doch jeder Bürger – ob jung oder alt, freiberuflich, Arbeiter/Angestellter, Arbeissuchender, … – das Recht (ja sogar vielleicht die Pflicht???) hat, sich in die gesellschaftliche, soziale, kulturelle und politische Gestaltung des Stadtlebens einzubringen. Hier fallen mir spontan auch die Bürgergespräche ein, die jeder nutzen kann. Oder man gestaltet auf anderen Wegen gesellschaftliches Leben mit, in Vereinen zum Beispiel.

PN-Blog
05.05.2013, 11:25
…ach und noch ein Gedanke am Rande:

Ja, in Zeiten des demografischen Wandels und der voranschreitenden (Über-)alterung unserer Gesellschaft wird der Anteil der Älteren und Alten in den nächsten Jahren deutlich zunehmen (sofern nicht mehr dafür getan wird, jungen Menschen und Familien mit Kindern / Kinderwunsch eine Basis zu schaffen (bessere Bildungspolitik, Verbindung zwischen Arbeit und Familie, Betreuungsmöglichkeiten, …)).

Und diese Bevölkerungsgruppe gewinnt somit grundsätzlich an Einflussmöglichkeit, auch was Wahlentscheidungen betrifft…

Die Parteien sollten sich jedoch davor hüten, sich immer mehr auf diese Bevölkerungsschichten zu fokussieren. Denn das führt doch irgendwann dazu, dass diese Parteien für junge Menschen immer unattraktiver werden, denn die Bedürfnisse junger und alter Menschen gehen mitunter weit auseinander, und das müssen die Parteien dann ja programmatisch “unter einen Hut” bringen…

Es gibt doch in unserer Parteienlandschaft Wahlalternativen für ältere Menschen, ebenso für jüngere…

…es hat also jeder die Möglichkeit, entsprechende “Volksvertreter” zu wählen.